Ricardo Klering
Ich beschäftige mich seit über 20 Jahren mit industriellen Produktionsumgebungen, Reinräumen, technischer Sauberkeit, Hygiene und Fabrikplanung. Mein beruflicher Weg hat mich von SCHOTT, Berliner Glas (ASML Berlin) und TDK bis zur IE Group München geführt.
Viele dieser Themen habe ich nicht nur geplant, sondern auch im laufenden Betrieb erlebt – von stabilen Anlagen und funktionierenden Reinräumen bis hin zu praxisgerechten Material- und Personenflüssen. Dabei weiß ich, wie stark sich kleine Planungsfehler später auswirken können.
Heute unterstütze ich bei der IE Group Unternehmen dabei, Produktions-, Reinraum-, Hygiene- und Logistikprozesse frühzeitig zu verstehen und daraus nachhaltige Fabrikkonzepte zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht für mich die Frage: Wie muss ein Gebäude geplant werden, damit der Prozess darin reibungslos funktioniert?

Kurzprofil: Expertise auf einen Blick
Ich verbinde praktische Produktionserfahrung mit Fabrikplanung, Reinraumplanung, und Business Development. Mein Schwerpunkt liegt auf Produktionsumgebungen, in denen technische Sauberkeit, GMP-nahe Anforderungen, stabile Abläufe und wirtschaftliche Lösungen zusammengebracht werden müssen.
Branchenfokus
Mein Fokus liegt auf Life Sciences, Pharma, Medizintechnik sowie anderen Hightech-Industrien mit hohen Anforderungen an Sauberkeit, Hygiene und Prozesssicherheit. Dabei beschäftige ich mich vor allem mit den Faktoren, die die Qualität und Effizienz des späteren Betriebs bestimmen. Dazu gehören die Gestaltung von Personen- und Materialflüssen, die Planung notwendiger Zonen und Schleusen sowie die Berücksichtigung von GMP-, Hygiene- und Reinheitsanforderungen. Ziel ist es, praktikable und wirtschaftliche Lösungen zu entwickeln, die im Betriebsalltag zuverlässig funktionieren.
Rolle bei IE Group
Bei der IE Group München arbeite ich an der Schnittstelle zwischen Fabrikplanung, Reinraum/Hygiene und Business Development. Ich unterstütze Kunden in frühen Projektphasen dabei, ihre Anforderungen zu sortieren, Risiken sichtbar zu machen und aus ersten Ideenbelastbare Planungskonzepte zu entwickeln. Dabei geht es mir nicht darum, möglichst schnell ein schönes Layout zu zeichnen. Entscheidend ist, vorher die richtigen Fragen zu stellen: Was passiert wirklich im Prozess? Welche Abläufe sind kritisch? Welche Anforderungen sind gesetzt? Und wo brauchtes eine Lösung, die technisch sauber, wirtschaftlich sinnvoll und später auch betreibbar ist?
Technische Expertise
Meine Stärke liegt darin, Fabrik- und Betriebsplanung konsequent aus der Perspektive des späteren Betriebs zu betrachten. Durch meine praktische Erfahrung in Produktionsbereichen, Reinräumen, technischen Anlagen, Audits, Instandhaltung, Ramp-ups und der Prozessoptimierung weiß ich, worauf es im Alltag wirklich ankommt. Zu meinen Schwerpunkten gehören die Fabrik- und Betriebsplanung, Reinraum- und Hygienekonzepte, technische Sauberkeit sowie GMP-nahe Produktions- und Logistikumgebungen. Darüber hinaus befasse ich mich mit Material-, Personen- und Entsorgungsflüssen, Layoutplanungen für Neubauten und Erweiterungen sowie der Prozessanalyse und -optimierung. Ein weiterer Fokus liegt auf der Abstimmung zwischen Produktion, Gebäude, TGA und Betrieb sowie der frühen Projektentwicklung und Kundenberatung. Dabei ist es mir wichtig, Anforderungen nicht nur zu erfassen, sondern richtig zu priorisieren, um kritische Themen frühzeitig zu erkennen und wirtschaftliche, praxisgerechte Lösungen zu entwickeln.
Von der Prozessoptimierung zur zukunftsfähigen Fabrik
Mein beruflicher Weg begann in der industriellen Produktion – dort, wo Anlagen laufen, Prozesse stabil sein müssen und jede Planungsentscheidung im Alltag spürbar wird. Bei SCHOTT in Jena habe ich technische Prozesse, Anlagen, Instandhaltung und Produktionssysteme aus nächster Nähe kennengelernt. Diese Erfahrung prägt meine Sicht auf Fabrikplanung bis heute.
Bei Berliner Glas (heute ASML) habe ich über mehrere Jahre Reinraumbereiche in der Photonik- und Hightech-Fertigung mitgeprägt. Die Planung und Erweiterung von Reinraumflächen, neue Fertigungskonzepte, Lastenhefte, Inbetriebnahmen sowie die Optimierung von Arbeitsplätzen und Abläufen haben mir gezeigt, wie eng Gebäude, Prozess, Mensch und Qualität miteinander verbunden sind.
Bei TDK verlagerte sich mein Schwerpunkt stärker in Richtung Industrial Engineering, Layoutplanung und Prozessoptimierung. Dort ging es darum, Produktionsanforderungen, Kundenanforderungen und technische Sauberkeit in effiziente und wirtschaftliche Strukturen zu übersetzen.
Heute bringe ich diese Erfahrung bei der IE Group München in frühe Konzeptphasen, Betriebsplanung und Kundenentwicklung ein. Mich interessiert besonders der Moment, in dem aus einer ersten Idee ein belastbares Projekt wird: Welche Prozesse bestimmen das Gebäude? Welche Hygienelogik braucht der Standort? Welche Anforderungen sind entscheidend?
Für mich ist Fabrikplanung dann erfolgreich, wenn sie Komplexität reduziert, Entscheidungen erleichtert und am Ende eine Produktionsumgebung entsteht, die technisch, wirtschaftlich und betrieblich funktioniert.
Unsere Vision für 2040
Ich glaube, dass Fabriken künftig ganzheitlicher geplant werden müssen. Gebäude, Produktion, Technik, Daten und Menschen wachsen immer stärker zusammen. Für 2040 wünsche ich mir Fabriken, die klar, flexibel und nachhaltig funktionieren – mit Technik, die den Prozess unterstützt, statt ihn zu verkomplizieren. Gleichzeitig sollten Industriegebäude wieder mehr architektonische Qualität zeigen. Denn eine Fabrik muss nicht nur effizient sein, sondern auch Identifikation, Wertschätzung und Orientierung schaffen. Die Fabrik der Zukunft ist nicht die komplexeste, sondern die, die langfristig funktioniert, anpassungsfähig bleibt und zeigt, wofür ein Unternehmen steht.

