Wachstumsszenarien von Anfang an mitgeplant.

Auftrag

Planung und Realisierung der Idealfabrik für die Ypsomed AG

Bauherrschaft

Ypsomed AG

Eckdaten

Planung und Realisierung
IE Plast
Planungs- und Bauzeit
36 Monate
Gebäudefläche
24.000 m²
Arealfläche
100.000 m²
Investitionsvolumen
EUR 100 Mio.

Gemeinsam zum Projekterfolg

Leistungen von IE Group

  • Masterplan
  • Generalplanung
  • Gesamtverantwortung als Generalübernehmer
  • Mit Branchen Know-how zur Idealplastfabrik
  • Reinraum, GMP-Compliance
  • Logistik
  • Verdoppelung der Produktionskapazität
„Wir wollten eine flexible Fabrik bauen, die sich über die Jahre verändern kann. Die geforderte Flexibilität war das Leitmotiv für die Gesamt- und Detailplanung unseres neuen Werks in Schwerin."
Simon Michel
Simon Michel
Ypsomed-Gruppe

Herausforderungen & Lösungen

Alle Wachstumsoptionen im Blick

Das Modell der Idealfabrik als Masterplan: Ein Backbone-Ansatz mit durchgängig flexibler Infrastruktur ermöglicht die Erweiterung bei laufendem Betrieb ohne Anpassung des Zonenkonzepts. Fundamente und Trassen wurden bereits für die zukünftige Verdoppelung vorbereitet.

Weitsichtiges bauliches Vorgehen

Fundamente und Trassen wurden vorausschauend erstellt. Die Produktion verteilt sich auf drei Hallen, wobei eine als Reserve für die spätere Kapazitätsverdoppelung dient. Alle Schnittstellen für die zukünftige Spiegelung wurden bereits in der ersten Bauphase realisiert.

Planungssicherheit dank Partnerschaft

Enge Zusammenarbeit zwischen Bauherrin und IE-Planungsteams mit Bündelung von Expertenwissen. IE Plast übernahm die Gesamtverantwortung als Generalübernehmer und garantierte Kosten, Termine und Qualitätsstandards.

Durchgängig flexible Infrastruktur

Ein zentraler Backbone zieht sich als Korridor durch die gesamte Anlage. Die Medienversorgung erfolgt konsequent von oben nach unten und ist jederzeit flexibel anpassbar. Die Produktion wurde auf drei Hallen verteilt, eine davon als Reserve.

Sinnvolle Dimensionierung des Reinraums

Ein durchdachtes Zonenkonzept über das gesamte Produktionsgebäude inklusive Schleusen reduziert die eigentliche Reinraumzone auf das Minimum bei voller GMP-Compliance. Die Gebäudefläche von 24.000 m² bietet dabei ausreichend Reserven.

Das Projekt im Detail

Produktionshalle der Zukunft – die Herausforderung

Angesichts des anhaltenden dynamischen Wachstums baute Ypsomed die Produktionskapazitäten in den letzten Jahren in der Schweiz laufend aus. Als das Potenzial an den Schweizer Standorten ausgeschöpft war, sah sich das Unternehmen nach einem geeigneten Standort für die Herstellung von Pens und Insulinpumpen im Ausland um. Die Wahl fiel auf Schwerin, das hervorragende Rahmenbedingungen für die industrielle Produktion und über reichlich vorhandene Baulandreserven verfügte. Damit waren für die Wachstumspläne von Ypsomed beste Voraussetzungen gegeben.

Eine Idealfabrik im Industriebau mit Reinraum-Implementierung – die Erfolgsfaktoren

1. Ein Unternehmensstandort mit verdoppelten Produktionskapazitäten

Das neue Produktionswerk sollte nicht nur die gegenwärtig erforderliche Produktionsleistung erbringen, sondern auch die zukünftige Nachfrage antizipieren. In einer ersten Phase sah Ypsomed den Betrieb von 60 Spritzgiessmaschinen vor. In einer zweiten Phase des Ausbaus sollten 30 Maschinen hinzukommen. Hoch ambitioniert und eine planerische Herausforderung war die Idee, die Produktionskapazitäten in absehbarer Zeit am selben Standort dann noch zu verdoppeln. Mitwachsen müssten die Reinraumkapazitäten, die Materiallogistik, die Medienversorgung, die Montage- und Verpackungsstrassen und die Lagerkapazitäten. Ypsomed entschied sich, für die Gesamtplanung und Ausführung des Projekts IE Plast als Generalübernehmer einzusetzen. Ausschlaggebend waren das Branchenwissen der IE-Planer, der IE-Planungsansatz «von innen nach aussen», das Know-how zur Reinraum-Implementierung, der Erfolgsfaktor «alles aus einer Hand» sowie die Garantien für Qualität, Termine, Funktion und Kosten. Den Auftakt der Zusammenarbeit bildete die gemeinsame Entwicklung eines Masterplans. Dieser orientierte sich eins zu eins am von IE konzipierten Modell der flexibel erweiterbaren Idealfabrik.

2. Das Modell der Idealfabrik zur Automatisierung von Prozessen

Die Idealfabrik setzt höchste Standards für Prozesseffizienz, Sauberkeit, Produktionssicherheit, Rentabilität und Ausbaufähigkeit. Ein Backbone zieht sich als Korridor durch die gesamte Anlage und erschliesst die angegliederten Produktions-, Verarbeitungs-, Versorgungs- und Lagerbereiche. Die im Backbone durchlaufenden Material-, Personen- und Medienflüsse sind übereinander angeordnet und strikt voneinander getrennt. Dies ermöglicht einen hohen Automatisierungsgrad und spätere Erweiterungen der Produktion bei laufendem Betrieb, ohne dass das Zonenkonzept angepasst werden muss. Die Medienversorgung ordnen die IE-Planer nicht dem Gebäude zu. Vielmehr behandeln sie diese Systeme als bewegliche Elemente, die allfällige Veränderungen im Maschinenlayout mitvollziehen können. Die Versorgung erfolgt von oben nach unten und lässt sich der Konstellation der Produktionsmittel flexibel anpassen.

3. Mit Reinraum Logistik zu neuer Größe

Für die Entwicklung eines für die Produktion von Injektions- und Infusionssystemen angemessenen Zonenkonzeptes konnten die Planer von IE Plast auf ihre langjährige Erfahrung rund um die Produktion im regulierten GMP-Umfeld und ihr spezifisches Reinraumwissen zurückgreifen. Sie fanden eine Lösung, die die Grösse der kritischen, mit hohen Investitionen verbundenen, Reinraumzone auf ein Minimum reduziert. Um den effizienten Betrieb unter Einhaltung der GMP-Compliance zu gewährleisten, dehnt sich das Zonenkonzept über das ganze Produktionsgebäude inklusive dazugehöriger Zonenübergänge respektive Schleusen aus.

4. Betriebsplanung im Hinblick auf die zukünftigen Herausforderungen

Der Bau des neuen Ypsomed-Produktionswerks auf der grünen Wiese bot den Planern und ihrem Auftraggeber die Freiheit, das Modell der Idealfabrik ohne einschränkende Rahmenbedingungen umzusetzen. Dabei waren von Anfang an die im Masterplan vorgezeichneten zukünftigen Entwicklungsschritte zu berücksichtigen. Die erste Stufe umfasste eine Gebäudefläche von rund 24.000 m² mit Backbone, Produktionshalle, Montage, Verpackungsbereich, Lager und Rohmaterialversorgung. Die Produktion wurde in drei Hallen verteilt, wobei eine Halle eine Reserve bildet, die kurzfristig produktionsbereit gemacht und bei Bedarf mit einem weiteren Reinraum ausgestattet werden kann.

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