Andreas Grundner
Nach meinem Logistikstudium war ich knapp 8 Jahre bei einem Logistikdienstleister u.a. als Senior Projektmanager und Teamleiter Launch & Optimierung für (inter-)nationale Intralogistiklösungen an den Standorten zuständig. Seit 2024 gehöre ich dem Fabrikplanungs-/Logistikteam der IE Industrial Engineering München GmbH an und plane für unsere Kunden branchenübergreifend die Logistik von morgen. Seit 2023 bin ich zusätzlich als Lehrbeauftragter an der Hochschule München für „Produktions- und Logistikmanagement“ tätig.

Kurzprofil: Expertise auf einen Blick
Planung und Realisierung von passenden und anspruchsvollen Logistiklösungen für verschiedenste Branchen. Projektmanagementfähigkeiten, um komplexe Projekte zu steuern.
Branchenfokus
Wir unterstützen unsere Branchen Food, Plast, Life Science und Technology mit individuellen Logistiklösungen, die in das Gesamtkonzept passen.
Rolle bei IE Group
Als Logistikplaner begleite ich Projekte von der Idee bis zur Umsetzung – sowohl als Teammitglied als auch als Projektleiter. Zudem bin ich Teil des Projektmanagements und arbeite an der Weiterentwicklung unserer Standards und Prozesse.
Technische Expertise
Durch meine Erfahrungen mit Unternehmen unterschiedlichster Größe – vom internationalen Großkonzern bis hin zum kleinen und mittleren Mittelstand – verfüge ich über ein breites Verständnis für verschiedene Organisationsstrukturen und Anforderungen. Mein logistisches Know-how hat seinen Ursprung in der Automobilindustrie und wurde im Laufe der Zeit erfolgreich auf zahlreiche weitere Branchen übertragen. Ergänzt wird dies durch fundierte Projektmanagement-Kompetenzen, die ein zielgerichtetes, strukturiertes und transparentes Arbeiten innerhalb von Projekten ermöglichen.
Von Praxis zur Planung
An der Logistikfasziniert mich die Pflicht zum Perfektionismus, die Bedeutung von Kleinigkeiten. Geringe Veränderungen können hier große Auswirkungen haben. Die Logistik beeinflusst die Qualität des Produkts, die Termineinhaltung, die Durchlaufzeit und damit auch den Stückpreis und den Output. Wenn sie auffällt, dann meistens negativ. Logistik verläuft meist unauffällig und geräuschlos im Hintergrund, ist komplexer als man denkt und bekommt auf Grund dessen oftmals nicht die Beachtung, die sie eigentlich verdient.
Nach meinem Studium startete ich bei Reichhart Logistik im Bereich Launch- und Optimierungsmanagement. Meine Aufgabe (und später die meines Teams) bestanddarin, die vorausgegangene Planung in die Tat umzusetzen. Und ich lernte schnell, dass Planung/ Theorie und Praxis zwei grundsätzlich verschiedene Dinge sind. Ich verpackte mit, ich kommissionierte Ware, ich fuhr FFZ und Hebebühnen, unterstützte bei Inventuren, half interimsweise bei der Leitung eines Standorts aus, reiste viel und verstand auf diese Art, worauf es wirklich ankommt, damit Logistik funktionieren kann.
Heute profitiere ich von diesem Wissen. Es hilft mir bei einer praxistauglicheren Planung und führt bei mir zu Demut und Respekt gegenüber der Leistung der operativen Mitarbeiter.
Von der Logistik zum Projektmanagement ist es nicht weit. Beides benötigt Ordnung und Struktur, beides versucht Chaos zu ordnen und einen geregelten, transparenten und störungsfreien Ablauf zu gewährleisten.
Die Mischung aus verschiedenen Kunden und Branchen, Logistikinhalte und die Projektsteuerung interdisziplinärer Teams in Kombination mit komplexen Fabrikplanungsprojekten machen für mich jedes Projekt zu einer einzigartigen Herausforderung.
Meine Vision für 2040
Bekannte Schlagwörter wie Automatisierung, Robotik oder KI prägen die Debatten über die Zukunft der Logistik. Auch wenn man das Gefühl hat, die Automatisierung ist bereits jetzt schon überall angekommen, so sieht die Praxis in vielen (Logistik-)Betrieben noch anders aus. Fehlendes Know-how und fragliche Wirtschaftlichkeit lassen Firmen bei der Einführung zögern. Dies wird sich in den nächsten Jahren ändern. Durch sinkende Preise und ausgereiftere Systeme mit breiterem Anwendungsbereich wird die Hürde einer Einführung immer geringer. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, Arbeitskräfte zu finden und Produkte zu marktgerechten Preisen auf den Markt zu bringen. Genau hier kann die Logistik der Zukunft ein großer Hebel für den Standort Deutschland sein. Ich erwarte, dass auch die letzten übriggebliebenen Teilbereiche durch autonome Lösungen wirtschaftlich gelöst werden können. Dabei interessiert mich ganz besonders die Schnittstelle zum LKW. Hier gibt es noch große Optimierungsmöglichkeiten, für die immer mehr Lösungen auf den Markt drängen.

