Smart Proteins, Smart Factory: Effiziente Produktion für alternative Proteine

Smart Proteins, Smart Factory: Wie alternative Proteine effizient produziert werden
Die Produktion von Fleischersatzprodukten in Deutschland ist 2023 um mehr als 16 Prozent gestiegen. Pflanzenbasierte Alternativen zu tierischen Produkten sind längst kein Nischenphänomen mehr, sondern im Mainstream angekommen. Doch die Phase, in der hohe Preise für Proteinalternativen akzeptabel waren, ist vorbei.
Tobias Rosenbaum, CEO von IE Food, macht deutlich: Produzenten müssen ihre Produktion skalieren und automatisieren, um mit Volumen und wirtschaftlicher Effizienz erfolgreich zu sein.
1. Intelligente und robuste Prozessgestaltung
Produktionsanlagen für alternative Proteine müssen von innen nach aussen geplant werden – Prozesstechnik und Technologieauswahl stehen am Anfang. Während es keine Standardlösung gibt, zeigt die Erfahrung: Die Kombination und Anpassung bewährter Prozesstechnologien aus der Bäckerei- oder Molkereiproduktion ergibt oft exzellente Lösungen.
Vertikale Prozessanordnungen nutzen die Schwerkraft für schonende, aufwandsarme Handhabung. Jeder Sensor und Aktor, der eingespart werden kann, reduziert Investitionskosten und Wartungsaufwand.
2. Effiziente Intralogistik
Der Einfluss effizienter Waren- und Materialflüsse auf die Gesamteffizienz wird häufig unterschätzt. Moderne Logistiksysteme lösen den bisherigen Konflikt zwischen hoher Automatisierung und Flexibilität auf. Vollautomatisierte Transportsysteme können bei extremem Fachkräftemangel der entscheidende Faktor für einen unterbrechungsfreien 24/7-Betrieb sein.
3. Nachhaltige Produktion als Wettbewerbsvorteil
Photovoltaik auf dem Fabrikdach allein ist kein Nachhaltigkeitskonzept. In der energieintensiven Proteinherstellung übersteigt die Gesamtwärme aller Energieumwandlungsprozesse oft den tatsächlichen Wärmebedarf. Hochtemperatur-Wärmepumpen ermöglichen eine bessere Elektrifizierung und machen die Wärmeerzeugung flexibler und CO₂-neutraler.
Gerade bei New-Food-Produkten haben Kunden ein grösseres Interesse an nachhaltiger Produktion und treffen Kaufentscheidungen teilweise auf dieser Basis.
4. Sichere Projektabwicklung
Im hochinnovativen Future-Food-Geschäft ist maximale Ausführungssicherheit bei Qualität, Terminen und Kosten essenziell. Integrierte Planung mit wenigen Schnittstellen und Entwurf und Bau aus einer Hand ist das bevorzugte Ausführungsmodell im Wettbewerb um neue Produktlancierungen.
Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist die Präzision und Geschwindigkeit, mit der Projekte erfolgreich umgesetzt werden – damit neue Produkte pünktlich im Regal stehen.
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